AfD-Kreisrat will FDP-Spitzenkandidat werden

FDP empfindet Anfrage als Realsatire

11. November 2025

Pocking, den 11.11.2025

Ein Mitglied der AfD-Fraktion im Passauer Kreistag trat vor kurzem, wie es in der Pressemitteilung des FDP-Kreisverbandes Passau-Land heißt, an den Kreisrat der FDP, Dr. Detlev Werner, heran und fragte diesen, ob er nicht eine Spitzenkandidatur auf der FDP-Liste bekommen könnte.

„Wir empfinden den verzweifelten Schritt des amtieren AfD-Kreisrates als sehr peinlich, überhaupt auf die Idee zu kommen, auf der Liste einer Partei kandidieren zu wollen, welche all das vertritt, was die AfD nicht vertritt, nur, da er von seiner eigenen Partei nicht mehr aufgestellt wurde.“,

erläutert der Kreisvorsitzende der Liberalen Jan Ernst, weiter:

„Besonders, da besagter Kreisrat nicht dafür bekannt ist, die tatsächlichen Probleme der Menschen im Passauer Land zu vertreten – dafür dürfte man nämlich keine Kreistagssitzung ‚bestreiken‘.“

Die AfD-Fraktion im Kreistag ist alles andere als geeint: Fünf der sechs Kreisräte sind nicht mehr für die kommende Kommunalwahl aufgestellt worden. Der interne Machtkampf, welcher die AfD gerade rumtreibt, macht es einigen Mitgliedern der Alternative für Deutschland nicht einfach, in der eigenen Partei noch Fuß zu fassen, weshalb diese nun scheinbar auf unkonventionelle Methoden zurückgreifen.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung der FDP:

„Besagter Kreisrat, welcher schon bei der letzten Bezirkstagswahl mit Sprüchen der NSDAP auf Wahlplakaten sehr unangenehm aufgefallen ist, hat scheinbar bereits in der AfD seinen Platz verloren. Wir bedauern es nicht, ihm auch diesen Platz nicht zu gewähren. Wir als Freie Demokraten möchten uns bei der AfD-Fraktion im Kreistag nichtsdestotrotz sehr herzlich für die genüsslichen Lacher über diesen Vorschlag bedanken.
Des Weiteren haben wir auch die eindringliche Bitte an die AfD, uns nicht weiter mit solchen absurden Anfragen zu belästigen, da wir finden, Realsatire sollte den entsprechenden Formaten überlassen werden und nicht im Kreistag stattfinden.“,

wo die FDP mit tatsächlichen Ideen und kompetenten Kandidaten die Politik näher an den Menschen bringen will.

„Gerne geben wir auch die Empfehlung an den Kreisrat weiter, einmal die eigene Partei zu hinterfragen.“

Ernst betont weiter:

„Wir wollen den anderen Parteien gerne aktiv in den kommenden Debatten begegnen, wo die Unterschiede der einzelnen Standpunkte sicherlich auch für alle klar und deutlich werden, um das Beste für die Menschen im Kreis zu erzielen.“

⬅️ Zurück